Besan und Genua

09.Juni 2019 nachmittags

beim Segeln viel gelernt — BesanSegel und GenuaSegel erklärt

das Genua gesetzt und hart am Wind gesegelt; anhand der *Windfäden* (ist eine besondere Kunst – bedarf wohl etwas Erfahrung) das Schiff gesteuert.

bei relativ wenig Wind dennoch 12 Seemeilen gefahren

jetzt hab ich mir auch ne Runde schnorcheln und schwimmen verdient 😅

anschließend übernimmt der Skipper das Kochen und alle helfen mit — es gibt Pilz- Zucchini Risotto…und wieder etwas gelern: Reis und Wasser 1:1 aufkochen -nur aufkochen!- und danach ca.45-60Minuten quellen lassen (größeren Wärmeverlust möglichst vermeiden…in ein Tuch einwickeln)

es kommt Wind auf 🌬

09.06.2019

wir sind etwas weiter vom Strand weg da läßt sich der Wind blicken.

Der Skipper setzt Segel – zuerst das Besan (das kleine Segel hinten …wird hier mit zum steuern verwendet) dann das Genua (das große Segel ganz vorne) und damit wir möglichst jeden Wind einfangen setzt er auch das Hauptsegel; der Besan ist nur beim Ankern nicht gesetzt

Er schaltet den Motor ab …eine himmlische Seeruhe… ich liebe es

und das Schiff liegt im Wind und wird durch den selben getragen

so kreuzen wir bis zu unserem Ziel: Bucht vor Faliraki

wir legen ab

09.06.2019

Es weht kein Wind also nehmen wir den Schiffsdiesel, der uns mit 4kn übers Meer schiebt. Es ist ein alter 190er Merc aus dem Jahre 1971 (noch der erste Motor auf diesem Schiff) mit ca.40PS (Laufleistung die diese Motoren in den Autos damals gebracht haben liegen bei >1.000.000km) wieviele Stunden der hier gelaufen hat kann niemand sagen.

Ok. Unser Ziel für heute:

WC für Fortgeschrittene

08.06.2019 später

Einweisung in die morgendliche und überhaupt Toilette.

Zu Hause: Porzellan Waschbecken min. 50cm breit

hier: segelWC(ca.30cm); mit Umschalter und Handpumpe; Seewasser ansaugen(pumpen…bitte 😏, Hand und so! nicht!! 👄 ) und anschließend noch Schalter umlegen – das Geschäft mit Seewasser und allem drum und dran „verklappen“, abpumpen …ins Meer direkt, effizienter ist es direkt ins Meer zu gehen – so lautet dann auch die Empfehlung und die beiden machen das auch regelmäßig (ich habe da so meine Bedenken)

Später wird mir klar warum zur Zeit diese Vorgehensweise favorisiert wird; der Ansaugschlauch ist undicht… nicht fertiggestellt, der zieht noch irgendwo Luft und daran zu kommen erweist sich als schwierig im laufenden Betrieb…weil 😏 dort wo die Schläuche verlaufen die unterschiedlichsten Klamotten (Werkzeug, Segeltuch etc. pp.) rumliegen was schwierig wegzuräumen ist im laufenden Betrieb. Und im Becken liegt jede Menge Kleinzeug.

Da ich nur alleine gebucht habe bekomme ich das Kinderbett (Einzelkoje mit der Größe eines Sargs …oder kleiner 💁‍♂️)

Ich arrangiere mich mit den Gegebenheiten und beziehe meine „Unterkunft“ für die nächsten sieben Tage.

Kein Wind — kein Lüftchen um das Schiff zu bewegen …Skipper empfiehlt hier vor Rhodos Althafen zu übernachten. So sei es.

Wir klönen noch, gehen schwimmen 😉 und lassen den Tag ausklingen.

bunkern

08.06.2019 morgens früh

Da ich Segelanfänger bin verabreden wir, dass die nautischen Vokabeln gebraucht (wenn nötig übersetzt) werden. Kombüse kenn ich schon 😅

Julius verabschiedet sich für eineinhalb Stunden – er muss in Rhodos etwas erledigen – währenddessen erklärt mir Ulli den Schiffsalltag, was heute noch ansteht und wie sie zum Segeln gekommen ist mit sieben Jahren.

Heute steht bunkern, tanken und Wäsche abholen auf dem Plan.

Als Julius zurück ist nimmt Ulrike per Funk!! Kontakt mit jemandem in der Marina (Hafen) auf. Mit dem Tankwart 😅 der uns anweist wo wir uns zum Tanken hinstellen können, wo er auch mit dem Tankwagen hinkommen kann.

Wir fahren mit dem Motorsegler in den Hafen von Rhodos, durch die Stelle wo der Koloss mal gestanden haben soll (Foto folgt).

Julius fährt mit seinem ersten Offizier ein cooles Anlegemanöver – vorher sind die Fender parat gemacht. Der Tankwart weist uns ein und holt den bestimmt 5000Liter fassenden Tankwagen.

Während Ulli den Rüssel ins Boot hält gehen Julius und ich in 6 kleinen Kanistern 40l Wasser am Brunnen von Rhodos holen… ich bin etwas skeptisch, weil öffentliche Brunnen selten (ich kenne sonst keinen) Trinkwasser geben. hmmm, außer den vom Elisenbrunnen 😅 vielleicht – und da läßt sich streiten, ob das wirklich trinkbar ist.

Hier sind wir fertig.

Jetzt geht’s auf zum Einheimischen-Markt (hier nur samstags). Wir kaufen Obst und Gemüse für die Woche ein. Es gibt die ersten Feigen. Ansonsten liegt das Spektrum zwischen Mören über Paprika bis Auberginen.

Ahh, und da gibt es in der direkten Nachbarschaft einen Fischmarkt(Halle) mit direkter und fertiger Zubereitung. -> unser Mittagessen für heute 😃

Julius bringt die Schätze an Bord, wir warten am Strand und gehen dann zusammen zum Laundry Service und zum A&B Foodmarket

zu guter letzt gibt es einen Fußmarsch in brütender Hitze zum Lidl an den Slums von Rhodos vorbei.

Lidl Besichtigung, nur! Eis gekauft zum sofortigen Verzehr.

Danach nochmal durch für den eigentlichen Einkauf z.B. eineinhalb Liter Ouzo 🤔

…ab zum Schiff … es wird Zeit

es geht los

08.06.2019 morgens

6:20Uhr am Slipper noch niemand hier

ich geh ein paar Meter weiter zum westlichen Erker der Festungsmauer und schau durch einen Schießschacht auf die vorgelagerten Ankerplätze.

Es sieht nicht danach aus als rege sich was um diese Zeit auf den Yachten. Hier findet man tagsüber die Vodootanten 😖 eine von diesen wurde gestern aufdringlich.

Zurück am Slipper -dort ist der vereinbarte Treffpunkt- 6:35Uhr ein kleines (Schlauch-) Beiboot bringt drei Insassen in meine Richtung. Davon zwei weibliche. Meine Vorgängerinnen auf dem Schiff. Nach einer kurzen Bekanntmachung und Verabschiedung bin ich auch schon mit Sack und Pack auf dem Weg.

Das hat schon mal geklappt – auf dem Schiff lerne ich das langjährige Crewmitglied Ulrike kennen -mit der ich übrigens auch die ganze Zeit korrespondiert habe- der Skipper heißt Julius (seine Initialen habe ich gestern schon mal auf einer Motoryacht gesehen 🤔)

iPhone 4s

07.Juni 2019 —> 08.Juni 2019

liege die meiste Zeit in der Nacht wach — der Zimmernachbar, der der deutschen Sprache nicht mächtig ist und auch englisch ist schwierig, schnarcht… und nicht zu knapp 💤💤💤

Wecker auf dem iPhone ist jedenfalls gestellt… 5:00Uhr aufstehen und den Rest einpacken 😄

immerwieder der Blick auf die Uhr …es ist 4:30Uhr …kann noch ne halbe Stunde dösen

4:45Uhr …noch ne viertel Stunde bis zum Aufstehen

4:55Uhr noch ein paar Atemzüge mit geschlossenen Augen

4:58Uhr ALARM …. das iPhone 4s kann die Zeit nicht umstellen – es ist 5:58Uhr

das Taxi wartet bestimmt schon …ich raus (in Schlafanzug) und sag dem Taxifahrer Bescheid, ich brauch noch ein paar Minuten …im Gedanken: um 6:30Uhr ist Treff am Slipper an der Marina Mandraki 😰

In kürzester Zeit (…um 10 nach) bin ich angezogen, die Taschen sind gepackt und ich bin ‚abflug’bereit!!!

Taxifahrer ist geduldig und fährt mich lässig runter zum Hafen

6:20 an der Marina – gradeso geschafft

noch einmal schlafen…

7. Juni 2019

zurück am Hostel, Überlegung: abmühen mit den Rucksäcken oder anders?

definitiv anders… ein Taxi geht diesmal in Ordnung … für sechs Uhr(Ortszeit) bestellt.

Die beiden von „Rhodos Backpackers“ Michael & Maria sind super nett!!

Er ist ein australischer ITler und arbeitet im Sommer(hier) auf Rhodos 🤤

Old Town

07.Juni 2019 mittags

kreuz und quer durch die alte Stadt, ein Restaurant ausgemacht wo ich am Abend lecker essen gehen kann. Ist im MP ein „GeheimTip“ …na ja eher nicht – ein Hühnchen Souflaki …Fleischteile nicht wirklich durchgebraten. Das geht besser!!

Auf dem großen Museumsplatz Hersteller vom PyramidenPuzzle ausgemacht – Beschreibung eingesackt – sieht gut aus – für später verabredet.

Chill Frühstück 🍹

07.Juni 2019

ausgiebig geschlafen – es wird Zeit für ein vernünftiges 😏 Frühstück

Ich bin begeistert – dazu gab es noch ein Sandwich Toast – und das ganze in der ChillLounge des Hostels *das war mal angenehm*!